Der Geschäftsbereich Reference Data Services von Smartstream hat seinen RegRegistry-Service eingeführt
Ein aktuelles Bußgeld zeigt, dass die Aufsichtsbehörden bei Versäumnissen im Post-Trade-Transaktionsreporting zunehmend die Geduld verlieren. Linda Coffman, Reference Data Services, Smartstream, weist darauf hin, dass spezialisierte Datendienste Unternehmen dabei unterstützen können, ihre Compliance-Fähigkeit zu verbessern.
„Als Reaktion auf den wachsenden Bedarf der Branche hat der Geschäftsbereich Smartstream’s Reference Data Services seinen RegRegistry-Service eingeführt.“ Linda Coffman, EVP Smartstream
Im Januar 2025 verhängte die britische Financial Conduct Authority (FCA) gegen ein globales Brokerage-Unternehmen ein Bußgeld in Höhe von 99.200 £ wegen Verstoßes gegen Artikel 26(1) der Markets in Financial Instruments Regulation (MiFIR) – die erste Durchsetzungsmaßnahme der FCA wegen Mängeln im Transaktionsreporting nach der britischen Regelung.
Zwischen dem 1. Oktober 2022 und dem 31. März 2023 versäumte es der Broker, der FCA bis zum Ende des folgenden Arbeitstags – oder überhaupt – Transaktionsmeldungen zu übermitteln, und zwar in Bezug auf Transaktionen, die über sein Desk für Single-Stock Contracts for Difference (CFD) über eines seiner Corporate-Brokerage-Konten durchgeführt wurden. Letztlich führte dies dazu, dass das Unternehmen insgesamt 46.053 Meldungen nicht einreichte.
In einer begleitenden Pressemitteilung betonte die FCA, dass sie von den von ihr beaufsichtigten Unternehmen vollständige und korrekte Informationen darüber benötige, welche Arten von Instrumenten gehandelt wurden, wann und wie sie gehandelt wurden und von wem.
Da diese Daten eine zentrale Rolle für eine wirksame Marktaufsicht spielten, bewertete die Behörde es als besonders schwerwiegend, dass der Broker für rund 60 % seiner Single-Stock-CFD-Geschäftslinie bis zum Ende des folgenden Tages keinerlei Transaktionsmeldungen eingereicht hatte. Dass das Unternehmen die Abweichungen zwar erkannt, sie jedoch nicht proaktiv gemeldet hatte, verschärfte den Fall zusätzlich.
Der aktuelle Newsletter Market Watch 81, veröffentlicht im November 2024, unterstreicht ebenfalls den Wunsch der FCA, mangelhaftes Transaktionsreporting zu bekämpfen. Im Zusammenhang mit ihrer Aufsicht über das britische Transaktionsreporting-Regime nach der Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) erklärte die Aufsichtsbehörde, dass sie weiterhin unvollständige und ungenaue Transaktionsmeldungen feststelle.
Schlimmer noch: Sie habe beobachtet, dass Probleme mit der Datenqualität selbst nach ihrer Identifizierung und angeblichen Behebung fortbestanden und erneut auftraten. Die FCA erwartete von den Unternehmen, ihre Feststellungen zu berücksichtigen und Verbesserungen an ihrer Transaktionsreporting-Umgebung vorzunehmen, um die einschlägigen Anforderungen zu erfüllen.
Warum bestehen Probleme mit der Datenqualität weiterhin – und was können Organisationen tun, um sie zu beheben?
Ein Problem ist die sich ständig weiterentwickelnde Regulierungslandschaft. Zu nennen sind jüngste Änderungen der MiFIR-Regeln zur Post-Trade-Transparenz (PTT), die festlegen, welche Gegenpartei bei einem OTC-Geschäft das PTT-Reporting übernehmen muss. Infolge des EU-MiFIR-Reviews und des UK Wholesale Market Review führte die EU im Februar 2025 ihr Regime der Designated Publishing Entity (DPE) ein, während das Vereinigte Königreich im April 2024 das System des Designated Reporter (DR) einführte.
Nach diesen Änderungen müssen Unternehmen erstens wissen, dass die Verbindung zwischen systematischen Internalisierern und dem PTT-Reporting aufgehoben wurde. Zweitens müssen Unternehmen bei einem OTC-Geschäft feststellen, ob ihre Gegenpartei ein DR oder eine DPE ist. Die korrekte Identifizierung des Status einer Gegenpartei ist entscheidend – insbesondere, wenn Finanzinstitute Unter- oder Übermeldungen vermeiden und damit nicht ins Visier der Aufsichtsbehörde geraten wollen. Dieses Ziel zeitnah und effizient zu erreichen, hängt jedoch davon ab, dass verlässliche Daten leicht zugänglich sind.

